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Google ändert Datenschutzrichtlinien

Der Internet-Riese Google will seine Datenschutzrichtlinien so weit ändern, dass persönliche Informationen über User zahlreicher Google-Dienste miteinander verknüpft werden sollen. Dadurch verspricht sich das Unternehmen, das individuelle Nutzungsverhalten optimal analysieren zu können, um Online-Nutzern als ständiger Begleiter das Leben in der digitalen Welt zu erleichtern. So schreibt SPIEGEL Online, dass Inhaber eines Googlemail-Accounts, der auch andere Google-Internetdienste nutzt (Online-Textverarbeitung, Kalender, RSS-Reader, die Fotoplattform Picasa), eine ganze Menge über sich verraten. Auch Besitzer von Android-Geräten zeigen dem Internetunternehmen, wo sie waren und sich gerade befinden. All diese Informationen werden in Zukunft für die umfassende Profilerstellung gebündelt werden.

Die Personalisierungs-Strategie im Internet verfolgen bereits einige andere grosse Unternehmen. Ob Facebook oder Apple, eine umfassende Datenbasis über jeden einzelnen Nutzer zu besitzen, ist Geld wert. Personalisierung bedeutet auch auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittene Werbung zu erhalten. Es ist kein grosses Geheimnis, dass zum Beispiel Fussball-Fans lieber auf Werbeflächen ihres Lieblingssports klicken als auf solche, die in keiner Verbindung zu ihnen stehen. Die Datenmenge, die Google nun anhäufen will, erlaubt sicherlich mehr als das. So wird die gesamte Navigation im Netz eines jeden Einzelnen immer durchschaubarer. Kein Wunder also, dass aus den Reihen der Datenschützer Bedenken geäussert werden. „Ich halte davon solange überhaupt nichts, wie die Nutzer nicht transparent sehen, wie genau diese personalisierten Ergebnisse zustandekommen", zitiert Spiegel ONLINE den Datenschutzbeauftragte Schleswig-Holsteins Thilo Weichert. Aus Datenschutzsicht sei damit zunächst nichts gewonnen.

Für die Besitzer eines Google-Accounts gelten die Änderungen ab Anfang März. So erschreckend die Vorstellung des gläsernen Online-Users sein mag, eins machte Google Managerin Alma Whitten in einem Blog-Eintrag deutlich: „Wir verkaufen keine persönlichen Informationen, wir teilen sie ohne ihre Zustimmung nicht mit Dritten, ausser unter sehr speziellen Umständen, etwa, wenn ein Gerichtsbeschluss vorliegt."

25.01.2012 / AJ

 

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