| Die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (GFU) gab bekannt, dass die Fussball-WM den Herstellern und Händlern von TV-Geräten gute Absatzzahlen beschert hat.
Laut dem Aufsichtsratvorsitzenden der GFU, Rainer Hecker, zogen die Verkaufszahlen von LCD- und Plasma-Fernsehern bereits Mitte Mai deutlich an. Dies setze sich dann über die gesamte WM bis Mitte Juli fort. Viele Haushalte schafften sich für die erste auch in HDTV ausgestrahlte Fussball-WM ein neues TV-Gerät an. Im Vergleich zu den jeweiligen Wochen des Vorjahres konnte der TV-Bereich in Deutschland zwischen Mitte Mai und Mitte Juli Zuwachsraten zwischen 20 und 77 Prozent beim Absatz von Fernsehgeräten verzeichnen. In dem genannten Zeitraum wurden insgesamt rund 800.000 Fernseher verkauft. Das führte auch zu einem Umsatzplus zwischen 15 und 69 Prozent.
Für das Gesamtjahr 2010 rechnet die Consumer-Electronics-Branche mit einem erneuten Absatzrekord von insgesamt mehr als neun Millionen verkauften Fernsehgeräten. Laut GFU liegen dabei vor allem die grossformatigen Flachbildfernseher mit Diagonalen von 37 Zoll vorne. Sie sollen in diesem Jahr sowohl Umsatz- als auch Absatzanteile gewinnen und zum wichtigsten Produktsegment aufsteigen. Auch der Anteil der HD-fähigen Geräte dürfte im Vergleich zu den insgesamt verkauften Geräten steigen – bis zu 70 Prozent hält die GFU für wahrscheinlich.
Neben der Integration von neuen Technologien, wie etwa Internetfernsehen, ist auch die IFA, die vom 3. bis 8 September in Berlin stattfindet, ein wichtiger Faktor, um den Markt im laufenden Jahr weiter zu beleben. Die GFU rechnet bis Ende 2010 mit einer Ausstattung von mehr als 29 Millionen HDTV-Geräten in deutschen Haushalten – rund 16,5 Millionen davon mit integriertem HDTV-Empfänger oder -Set-Top-Box.
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