| Zwei Marktforschungsunternehmen haben neue Prognosen zum Verkauf von Netbooks und Tablets abgegeben. Für den Verkauf von Netbooks gibt es zurzeit unterschiedliche Vorhersagen. In der neuesten prognostiziert Abi Research eine Verdopplung des Absatzes bis 2013. Eine Abschwächung des Booms sagen die Marktforscher erst für 2014 voraus. IDC und Gartner hingegen sahen eine Stagnation der Netbook-Verkaufszahlen. Mit einem Anteil von 20 Prozent haben die Netbooks demzufolge eine Markt-Sättigung erreicht.
Anders sieht es bei den Tablet-PCs aus. Der Marktforscher iSuppli erhöht seine Prognose der iPad-Verkäufe nun auf 12,9 Millionen Geräte in diesem Jahr, 36,5 Millionen im nächsten und 50,4 Millionen in 2012. Nach Angaben von Apple wurden in den ersten drei Monaten nach Verkaufstart bereits 3,2 Millionen iPads verkauft. Die Kategorie der sogenannten Multimedia-Tablets besteht derzeit vor allem aus dem iPad. Grund dafür ist, dass die Konkurrenzprodukte, wie etwa WeTab, Joojo oder 1&1 Smartpad nur in geringen Stückzahlen verkauft werden und noch nicht auf dem Markt sind. Ab Herbst erscheinen dann aber weitere Produkte dieser Kategorie.
Inwieweit die beiden Produktkategorien eine Konkurrenz füreinander darstellen, lässt sich nicht klar sagen. Es lässt sich kaum abschätzen, ob Kunden einem Netbook ein Tablet vorziehen würden. Die Portabilität ist beim Kauf nicht immer das Ausschlaggebende, viele sind auf der Suche nach einem kleinen Windows-Notebook. Daher hatten auch die Hersteller Acer und Asus ihre Linux-Netbooks aus dem Programm genommen und durch Windows-Modelle ersetzt. Auch der Preis dürfte eine Rolle spielen. So ist das iPad beispielsweise etwa doppelt so teuer wie die meisten Netbooks.
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